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Die Initiative über die Globalisierung zum Wohl der Allgemeinheit

 (Globalisation for the Common Good Initiative)
von
Kamran Mofid*

Viele Autoren haben im Laufe der Geschichte beobachtet, dass die Religion sowohl eine Quelle des Segens, als auch des Fluches sein kann. Die Religion ist ein wichtiger Faktor in vielen Konflikten und Kriegen in der ganzen Welt. Die Gefahr ist heute sehr real, dass diese unwillkommenen Wahrheiten über die wahre Bedeutung und Funktion der Religion, in Kombination mit politisch-ökonomischer Ungerechtigkeit, Menschenrechtsverletzungen, Armut, Hass, Angst, Ignoranz, Globalisierung, Krieg als Instrument imperialer Politik, und der Nichtrespektierung internationaler legaler und ethischer Prinzipien, Konflikte verschärfen und zu zunehmender Intoleranz und sogar Anarchie überall in der Welt führen könnten.

Wirklich religiöse Menschen, die der Spiritualität, dem Mitgefühl und Respekt Anderen gegenüber verpflichtet sind, müssen dafür sorgen, dass ihre Religion nicht in dieser Form von Ideologen, die anderes ausschließen, „ge-hijacked“ und missbraucht wird.

Wir müssen gemeinsam für Frieden, Verständnis, gegenseitigen Respekt, Dialog und Gerechtigkeit stehen. Wir müssen religiöse Vielfalt begrüßen und uns klar machen, dass keine einzelne Religion ein Monopol auf die Wahrheit beanspruchen kann.

Daher brauchen wir uns gegenseitig in dieser Zeit der Geschichte und unseres Weges, auf dem wir der Globalisierung, globaler Erwärmung, AIDS und anderen Problemen gegenüber stehen, wesentlich mehr als in der Vergangenheit; und die Zukunft unserer Welt erfordert es, dass wir unseren Schülern, Kirchen- und Gemeindemitgliedern den Wert und die Vorzüge von Dialog, Kooperation und wechselseitiger Abhängigkeit lehren.

Um ein besseres Verständnis von der Rolle der Religionen im Zeitalter der Globalisierung zu vermitteln, wurde 2002 in Oxford die kleine und bescheidene Bewegung mit dem Namen “Globalisation for the Common Good” ( Globalisierung zum Wohle der Allgemeinheit) gegründet. Diese Bewegung hat das Ziel, „den Geist der Menschlichkeit und des Mitgefühls im Kontext der Globalisierung“ wieder zu entfachen. Wir wollten eine Alternative zu der derzeit dominierenden wirtschaftsorientierten, den Freihandel propagierenden Form der Globalisierung schaffen, und eine allen zugängliche positive Form der Globalisierung gestalten.

Unsere Bewegung fand viele Freunde in der ganzen Welt, die sich ihr tief verbunden und verpflichtet fühlen. Von Oxford gingen wir nach St. Petersburg in Russland, und von dort nach Dubai. 2005 waren wir in Kenia. In diesem Jahr, 2006, ist die Chaminade Universität in Honolulu auf Hawaii die Gastgeberin unserer Konferenz, und 2007 werden wir an der Fatih University in Istanbul sein. Zukünftige Konferenzen sind bereits in der Planung.

Die Zielsetzung von “Globalisation for the Common Good” ist, unter anderem im Bereich der Wirtschaft, des Handels und internationaler Beziehungen, ethischen, moralischen und spirituellen Werten sowie persönlichen Tugenden Vorschub zu leisten, sowie  Verständnis und Handlungsbereitschaft der Zivilgesellschaft, von Privatunternehmen, dem öffentlichen Sektor, den Regierungen, nationalen und internationalen Institutionen im Kontext der wesentlichen globalen Anliegen zu fördern. Ziel ist die Entwicklung von gemeinsamen politischen Lösungswegen im Umgang mit den Herausforderungen vor die die Globalisierung uns stellt.

Wir sind dem Gedanken verpflichtet, dass der Markt nicht nur eine wirtschaftliche Sphäre ist, sondern auch „eine Region des menschlichen Geistes“. Während wir uns mit den vielen Wirtschaftsfragen und -belangen befassen, sollten wir auch über die spirituelle Dimension des Lebens reflektieren und uns, im Gegensatz zu den heutigen Üblichkeiten, über die Welt des Herzens und des Geistes Gedanken machen. Wir betrachten das Problem und die Herausforderung der Globalisierung nicht ausschließlich aus wirtschaftlicher Sicht, sondern auch aus ethischen, spirituellen und theologischen Perspektiven.

Wir betonen unsere Überzeugung darüber, dass ein ernsthafter inter-religiöser Dialog und eine Zusammenarbeit wichtige Elemente dafür sind, die Welt zusammen zu bringen; um eine harmonische Umgebung zu gestalten die erforderlich ist, um eine Welt des Friedens, der Gerechtigkeit und des Wohlstands für alle zu schaffen. Der Ruf nach „Globalisation for the Common Good” ist ein Appell an unsere grundlegende Menschlichkeit im Umgang mit einigen der dringendsten Angelegenheiten, die die Völker in der ganzen Welt betreffen.

Die Religion war immer ein wesentlicher Faktor im Wachstum menschlicher Zivilisation. Wirtschafts- und Wohlstandsentwicklung sind lebenswichtig und letztlich ein Segen für das Überleben der Menschheit.

Ein Zusammenwirken der Religionen mit dem Wirtschaftsleben zum Wohle aller wird dazu führen, dass wir von der Kraft der Menschlichkeit, Spiritualität und Liebe getragen werden. Es wird uns über jeden Pessimismus erhaben machen und zu maximalem Optimismus geleiten. Von der Dunkelheit ins Licht, von der Nacht in den Tag, vom Winter in den Frühling begleiten. Dieser spirituelle Grundgedanke der Hoffnung zu einer Zeit der willkürlichen Zerstörung der Welt kann uns zur Erkenntnis des letztendlichen Lebenszwecks und unseres Weges in dieser Welt verhelfen.

Globalisation for the Common Good- Wie es angefangen hat. http://peacejournalism.com/ReadArticle.asp?ArticleID=2551

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*Kamran Mofid, Gründer der religionsübergreifenden Initiative “Globalisation for the Common Good”. 1986 Promotion im Bereich Wirtschaftswissenschaften an der Universität von Birmingham in England. 2001 Lehrdiplom im Bereich Theologie am Plater College in Oxford.

Dr. Mofids Arbeit ist betont interdisziplinär orientiert und erstreckt sich über die Bereiche Wirtschafts- und Politikwissenschaften, internationale Beziehungen, Theologie, Kultur, Ökologie and Spiritualität. Seine Beiträge sind in führenden Fachjournalen, populärwissenschaftlichen Zeitschriften und Zeitungen erschienen  

Sein neuestes Buch, Promoting the Common Good: Bringing Economics and Theology Together Again, (Das Allgemeinwohl fördern: Wie sich Wirtschaft und Theologie wieder vereinbaren lassen) mit Marcus Braybrooke als Koautor, wurde im Juni 2005 von Shepheard-Walwyn in London herausgegeben.

NOTE:  We thank Dr. Gabriele Frohlich for translating this document from English to German.

Web site: www.globalisationforthecommongood.info


Copyright 2006 - Journal of Globalization for the Common Good - www.commongoodjournal.com